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© Frederic Lezmi

Klingelpützpark

Die Gebäude der BAN rahmen sich um den öffentlichen Klingelpützpark. Schule und Bildung sind hier für alle sichtbar und begehbar und damit Teil der Stadtlandschaft. Der Schulhof der Realschule am Rhein geht direkt in den Park über und ist damit öffentlicher Raum, nur eine helle Beschichtung des Asphalts unterscheidet die stadt-öffentlichen von den schul-öffentlichen Bereichen. Die auf der Schulhoffläche der Realschule stehenden Tischtennisplatten werden von den Schüler*innen und auch von den Anwohner*innen genutzt.

Klingelpützpark

Mit dem Klingelpützpark kann die BAN die öffentlichen Flächen gleichberechtigt mit den Anwohner*innen nutzen. Auf dem Spielplatz für die Kleinen mit Riesenrutsche und Kletterspinne treffen die Kita-Kinder auf Gleichaltrige. Die Seilbahn, die Halfpipe, der Basketball-Platz und die große asphaltierte Fläche bieten vielfältige Möglichkeiten, den Sportunterricht zu bereichern oder sich am Nachmittag sportlich zu betätigen. Die Grünflächen und Bänke laden dazu ein, sich zu einem Gespräch oder mit einem guten Buch oder einfach zum Entspannen dort hinzusetzen.

Hinter der alten Stadtmauer schließt sich der Hansaplatz an und bietet weitere Grünflächen. Dort hat die Sanierung der öffentlichen Sportanlagen direkt an der Stadtmauer weitere Plätze für die Öffentlichkeit geschaffen, die auch von der BAN genutzt werden.

Seit dem 1. Juli 1980 steht der Hansaplatz unter Denkmalschutz. Mit Klingelpützpark, Hansaplatz und Quartier verbindet die BAN Bildung und öffentlichen Raum und unterstützt das Lernen in lebensnahen Kontexten.

Geschichte

Darüber hinaus gibt der Klingelpützpark auch Anlass für die Beschäftigung mit Geschichte. Er ist auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses Klingelpütz entstanden, das 130 Jahre bis in die 1960er Jahre bestand und das während der NS-Diktatur als Hinrichtungsstätte missbraucht wurde. Ein Gedenkstein mit der Aufschrift „Hier wurden von 1933-1945 über tausend von der nationalsozialistischen Willkürjustiz unschuldig zum Tod Verurteilte hingerichtet.“ wurde 1979 im Park aufgestellt.

Auch auf dem Hansaplatz ist die Geschichte des Nationalsozialismus sichtbar: Nicht weit entfernt von der Stadtmauer steht die Bronzeplastik „Frau mit totem Kind“ (vom niederländischen Bildhauer Mari Andriessen), die dort 1959 zur Erinnerung an die Befreiung von der deutschen Besatzung aufgestellt wurde. Links daneben befindet sich eine große Gedenktafel mit der Aufschrift „Hier ruhen sieben Opfer der Gestapo. — Dieses Mal erinnere an Deutschlands schandvollste Zeit 1933 – 1945“. Die Gedenktafel ist die Grabplatte des Grabes, in dem die Opfer 1945 im Hansapark beigesetzt wurden. Es ist Kölns älteste Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus und blieb seit 1945 für viele Jahre der traditionelle Ort von Gedenkfeiern zum 8. Mai 1945.

VERBUNDORTE