Wohnen, arbeiten, Hausaufgaben machen in der Gereonsmühle

K1600_IMG_20160531_180526_jiInnerhalb der BAN heute als „Jugendhaus im KSJ-Tower“ bekannt, war der Gereons-mühlenturm ursprünglich Teil der mittelalterlichen Stadtmauer. Später wurde er zur Wind-, und danach Malzmühle umgebaut. Aber auch als Wohnhaus wurde er genutzt – z.B. von einem Gartenarchitekten, der im 18. Jahrhundert die Baumschulen der Stadt Köln leitete. Diese und viele weitere anschauliche Details erläuterte Monika Frank vom historischen Archiv der Stadt Köln am vergangenen Dienstag einem interessierten Publikum auch circa zwanzig Bürgerinnen und Bürgern.  Außerdem gaben Carolin Pless, pädagogische Koordinatorin der Bildungslandschaft und Luis Sievers, der sein Freiwiliges Soziales Jahr im KSJ-Tower absolviert, Einblick in die heutige Nutzung der Räumlichkeiten.
K1600_IMG_20160531_190601_ji
Der Gereonsmühlenturm, der im 15. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt wurde, trotzte mit seinen meterdicken Mauern beiden Weltkriegen. Die Zinnen auf der historischen Stadtmauer, auf der unser Verbundgarten liegt, waren hingegen nicht mehr erhalten und wurden in den 80er Jahren erneuert.
Für die meisten Besucher öffneten sich zum ersten Mal an diesem Tag auch die Türen in den Turm hinein. Seit den 50er Jahren nutzt die Katholische Studierenden Gemeinde den Turm für seine Jugendarbeit und die Übermittag-Betreuung von Schüler/innen des K1600_IMG_20160531_184053_jiHansa-Gymnasiums. Die runden Räume bieten kleinen, aber atmosphärisch schönen Platz für: Gemeinsames Essen und Hausaufgabenbetreuung,  Aufenthalt und Freizeit (siehe Foto), eigene Küche, Partyraum im Erdgeschoss sowie Lagerflächen.

Von der obersten Ebene des Gereonmühlenturms hat man schließlich einen hervorragenden Blick auf unsere Baustelle, auf der aktuell zwei neue Schulgebäude und ein Kindergarten entstehen.

Last but not least bot der Architekt Markus Schilling, in dessen Familienbesitz das  direkt an die Stadtmauer gebaute Haus gehört, einen Einblick in seine Räumlichkeiten. Mit viel Charme und ungewöhnlichen Ideen wurden hier der runde Raum unter den Torbögen und Teile der Stadtmauer genutzt. So gibt es im Wohnzimmer ein großes Blumenfenster, das in Form eines Pflanzbeets die Verbindung zur Terrasse nach draußen schafft.
K1600_IMG_20160531_195716_jiDie ca. zwanzig Teilnehmer/innen der Führung stellten  so manche  Fragen und zeigten sich sehr interessiert an der vielfältigen Nutzung der Räumlichkeiten. Im September 2016 gibt es im Rahmen des Tags des offenen Denkmals noch einmal die Möglichkeit in diese außergewöhnlichen Räume zu schauen.

(Fotos: Carolin Pless)