Wer wärest du, wenn du selbst ein Superheld wärst?

k1600_img_20161119_143442_jiUnter diesem Motto fand am vergangenen Samstag der zweite Teil unseres Comic- und Manga-Workshops statt.
Die zwölf Teilnehmer/innen ab 10 Jahren aus vier Einrichtungen der BAN hatten hierzu kreative und völlig unterschiedliche Ideen. Dozentin Anna Bartmann erklärte zu Beginn anhand einiger Beispiele wie die Seiten in Manga-Comics angelegt werden. Die Darstellungweise ist filmisch und sehr detailliert. Während manche Panels (Bildrahmen)k1600_img_20161119_134426die Hauptcharaktere aus größter Nähe zeigen und deren Emotionen mittels bestimmter Gesichtsausdrücke darstellen, lassen andere den Betrachter in eine Szenerie von Hochhausschluchten oder magischen Welten eintauchen.  Die Texte in Sprechblasen und Rahmen ergänzen die Bilder, stehen aber zumeist nicht im Vordergrund.
Es gibt es eigene Manga-Stilrichtungen für Jungen („Shonen“) und Mädchen („Shojo“). Vieles folgt aber auch einer gemeinsamen Zeichenart: So sind z.B. die Haare der weiblichen oder männlichen Helden meist eher lang, glatt und auch oft in ungewöhnlichen Farben gehalten (blau, lila, rosa).
Einige Teilnehmer/innen hatten bereits Manga-Vorwissen und kannten die einschlägigen Bestseller wie „Dragonball“ namentlich.
k1600_img_20161119_151733_jik1600_img_20161121_115449_jik1600_img_20161119_181728_jiNach kurzer theoretischer Einleitung ging es direkt ans Zeichnen. Als Basis dienten die am letzten Wochenende ausgefüllten Charakterbögen zum Thema „Wer wärest du, wenn du ein Superheld wärst?“. Es entstanden z.B. „Luzie“, die Blumen aus der Erde wachsen lässt und sich für die Natur und das Gute in der Welt einsetzt. Oder „Corina“, die ähnlich Batman über Tierohren verfügt und eine außerordentliche Bogenschützin ist. Trotz der begrenzten Zeit an diesem Samstag Nachmittag schafften es einige Mädchen und Jungen sogar, eine ganze Comic-Seite mit Handlung zu entwerfen. Etwas, wofür der durchschnittliche Manga-Künstler sechs Stunden braucht, wie Anna Bartmann erklärte. Sie ging immer wieder durch den Raum in der Freizeitanlage Klingelpütz und half den Teilnehmer/innen bei der Ausarbeitung ihrer Skizzen.
Gegen Ende des dreistündigen Workshops waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sichtlich stolz, ihre eigenen kleinen Kunstwerke mit nach Hause zu nehmen. Bei vielen scheint die Auseinandersetzung mit dem Comic-Zeichnen die Lust auf mehr eigenes künstlerisches Arbeiten geweckt zu haben.   (Alle Fotos: Carolin Pless)
Weitere Fotos gibt es hier. k1600_img_20161121_115622_ji