Von außen ist es kaum zu sehen…

K1600_IMG_20160316_162542_ji…was Kinder und Jugendliche in den Taschen alles bei sich haben und welche Erzählungen von Familie, Freundschaft, und Flucht dahinter aufscheinen.
Dies möchte nun die gestern eröffnete Ausstellung „Geschichten aus der Hosentasche“ der Freizeitanlage Klingelpütz ändern.
Lebensgroße Fotografien der Mädchen und Jungen werden auf Plakatständern präsentiert, umrahmt von ihren eigenen Worten. Yan Ristau, Leiter der Jugendeinrichtung: „Wir wollten das Augenmerk diesmal nicht, wie in den vergangenen Jahren, auf ganze Familien oder Lebenskulturen richten, sondern auf die konkreten Lebenswelten der Mädchen und Jungen, die zu uns kommen. Und so auch nach außen transportieren, was sie bewegt.“ Auf der einen Seite sind es ganz normale junge Menschen: sie lieben Süßigkeiten, sie pflegen Freundschaften in ihrer Schulklasse, besuchen sich gegenseitig zu hause und spielen Karten oder basteln Schmuck.
Auf der anderen Seite blicken manche aber auch schon auf beeindruckend lange Wege zurück: sie sind zuvor bereits ein paar Jahre in Frankreich zur Schule gegangen, kommen aus Ländern mit Bürgerkriegsgeschichte wie dem Kosovo oder Serbien oder haben einen Teil ihrer Familie in Tunesien zurückgelassen. Doch alle treffen sich in der Jugendfreizeitanlage, sprechen hier zusammen Deutsch – die Sprache ihrer neuen oder alten Heimat und lernen jeden Nachmittag Toleranz gegenüber dem Anderen und den Anderen, ganz nebenbei. Die Vernissage wurde musikalisch begleitet von zwei Bands aus dem Projekt HipHop meets Pop – den Lollipops mit „Friends forever“ und der SAE-Mafia mit „Alle Menschen fliehen“. (Fotos: Carolin Pless)
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