Schulentwicklung und digitaler Wandel

Über 500 Teilnehmende aus Bildung, Politik und Forschung kamen am 15. und 16. November 2018 in Berlin zur „Konferenz Bildung Digitalisierung 2018“ zusammen.
Welche Chancen bilden die digitalen Medien für das Lernen in und um Schule? Wie verändert die ohnehin stattfindende gesellschaftliche Digitalisierung den Lernprozess? Welche Risiken müssen berücksichtigt werden, gibt es Nachteile des digitalen Lernens? 
Digitalisierung ist ein anhaltend großes Thema und folgerichtig wird auf Bundes- und Länderebene zur Zeit viel Geld „in die Hand genommen“. Geld, das sinnvoll zu investieren ist – das Interesse in Medien, Fachwelt und auch bei den Eltern an diesem Prozess ist groß.

So verwundert es nicht, dass die Konferenz Bildung Digitalisierung 2018 ausgebucht war. An Organisation und Durchführung der Veranstaltung beteiligt war auch
Dr. Olaf Köster-Ehling, Vorstand der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft (Bonn). Er unterstützte inhaltlich Programm und Diskussion im Track „Schulentwicklung gestalten”.(im Foto unten: Claus Pakleppa, Frank Kühn, Dr. Olaf Köster-Ehling, Olaf Hubert, Dr. Ruth Maria Schüler (von links). Foto: Forum Bildung Digitalisierung / Phil Dera

Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft setzt sich mit ihrem Handlungsfeld „Bildung im Digitalen Wandel“ dafür ein, Lernende auf das Leben in einer digitalisierten Welt vorzubereiten. Denn das erfordert deutlich mehr als die Ausstattung von Schulen mit neuen Geräten oder die Einführung eines neuen Schulfachs. Dr. Olaf Köster-Ehling: „Durch die digitale Technik ändern sich vor allem Prozesse und Methoden. Es sind neue Formen der Kommunikation, Kooperation, Kreativität und des kritischen Denkens gefragt, die über die reine Anwendung von Technik hinausgehen. Zeitgemäße Bildung muss die erforderlichen Kompetenzen vermitteln, die zu einem selbstbestimmten Leben in einer digitalen Gesellschaft befähigen“.

In Zeiten von Computerspielen und Smartphone-Sucht haben Eltern begründete Vorbehalte, was den verstärkten Einsatz digitaler Medien im Unterricht angeht. Hier gilt es aber, das Thema ausgewogen von allen Seiten zu betrachten, denn Digitalisierung bietet einige Vorteile, die kaum zu bestreiten sind.

Zum einen machen sie es den Lehrkräften einfach, den Unterricht individuell zu gestalten – jedem Schüler und jeder Schülerin können je nach Bedürfnissen und Fähigkeiten eigene Aufgaben gegeben und diese individuell ausgewertet werden. Zum anderen ist die multimediale Formen der Wissensvermittlung für Schüler/innen häufig interessanter. Der Internetzugang ermöglicht ihnen selbstständige Recherche und für Präsentationen können sie digitale Medien und das Internet nutzen.

Was Ausstattung und Konzepte angeht, ist in Deutschland zukünftig noch viel zu tun. Es bedarf Konzepte, die nicht nur analoges Lernen kopieren, sondern die besonderen Vorteile und Risiken des digitalen Lernens voll berücksichtigen. In der Bildungslandschaft Altstadt Nord werden wir weiterhin nach innovativen Umsetzungen suchen und uns an der Diskussion und Weiterentwicklung dieser Konzepte beteiligen.

Hier weiterlesen: Bildung x.0.

Hintergrund: Zum Forum Bildung Digitalisierung haben sich mit der Deutschen Telekom Stiftung, Bertelsmann Stiftung, Robert-Bosch-Stiftung, Siemens Stiftung, Dieter Schwarz Stiftung, Stiftung Mercator und der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft insgesamt sieben Stiftungen  zusammengeschlossen. Ziel ist es, die Fragen einer Schulentwicklung in einer Gesellschaft im digitalen Wandel gemeinsam zu stellen und die Diskussion darüber zu fördern. Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft setzt sich für eine chancengerechte Alltagswelt, die Kindern und Jugendlichen bestmögliche Entwicklungs- und Bildungschancen eröffnet, ein.