Schüler der BAN im Coeln Comic Haus

k1600_comic-1Elf Kinder und Jugendliche und ein erwachsener Schüler aus verschiedenen Einrichtungen der BAN besuchten am vergangenen Samstag gemeinsam das Coeln Comic Haus.
Anschließend erhielten sie die ersten drei von insgesamt sechs Stunden Zeichenunterricht von Comic-Dozentin Anna Bartmann. Die Grundidee zu diesem Projekt wurde von mehreren Jugendlichen des Hansa-Gymnasiums, der Realschule am Rhein und der Freizeitanlage Klingelpütz unabhängig voneinander auf der diesjäh-rigen Ideenkonferenz der BAN formuliert. Begleitet wurde der Ausflug von den Pädagoginnen Carolin Pless und Cornelia Woelki. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lauschten dem Vortrag der Geschäftsführerin des Coeln Comic Hauses aufmerksam und gespannt. Diese ließ in einem interaktiven Vortrag die Zeit der 40er Jahre aufleben, in der Superhelden wie Superman, Batman und Spiderman das Licht der Welt erblickten. Wer weiß schon, dass die Frisur von Superman an die des Tarzan-Darstellers Johnny Weismüller angelehnt war? Oder dass die Maske von Batman in Anlehnung an den erfolgreichen Kinofilm „Zorro“ und die gleichnamige Serie entstand?

Sehr verwunderlich ist dies aber nicht, denn Comiczeichner arbeiten nicht im luftleeren Raum, sondern holen sich ihre Inspiration aus dem kulturellen und politischen Umfeld ihrer Zeit. Im Fall von Superman wurde das Konzept in den frühen 1930er-Jahren von den beiden amerikanischen Teenagern Jerry Siegel und Joe Shuster entwickelt. Sie entwickelten den Helden im körperbetonten blauen Anzug mit Umhang nach und nach als Kämpfer für das Gute. Noch heute wird sein Kostüm wohl in fast jedem Teil der Welt erkannt.

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Im zweiten Teil des Vortrags zeigte Susanne Flimm vom Cöln Comic Haus exemplarisch einige Comicseiten und erklärte die arbeitsteilige Art der Herstellung sowie einige Fachbegriffe (u.a. die „Panels“).

Zurück am Hansaring übernahm Zeichendozentin Anna Bartmann die Geschicke der Gruppe. Sie hatte Fineliner, wasservermalbare Buntstifte, Mangas zur Anschauung und weiteres Material vorbereitet. Alle füllten einen detaillierten Fragebogen zum Thema „Wer würdest du sein, wenn du ein Superheld wärest?“ aus mit Informationen zu den eigenen Lieblingsfarben, über das eigene Logo bis hin zu den Spezialkräften.
Derart gut vorbereitet, war es nun kein Problem mehr, mit dem Zeichnen eines eigenen Manga-Charakters mit Superhelden-Fähigkeiten loszulegen. Da die Zeit leider sehr knapp war, halfen dabei fertige Manga-Figurinen, die abgepaust und verändert und coloriert werden konnten. Zum Glück findet am kommenden Samstag ja noch der zweite Teil statt, bei dem wieder alle zusammen kommen und nun an eigenen Ideen für die Comic-Handlung arbeiten wollen.
Wir sind gespannt auf das Ergebnis und werden berichten.
(Fotos: Carolin Pless)