Gut besuchter Präsentationsworkshop zum Bauentwurf

Präs WS PläneDie Entwürfe für den Umbau des Hansa-Gymnasiums und die Baumaßnahmen zwischen Vogtei- und Kyotostraße standen im Mittelpunkt des  Präsentationsworkshops, zu dem die Stadt Köln gegen Ende der Entwurfsplanung am 3.11.2014 eingeladen hatte.
Es beteiligten sich diesmal ca. 50 Personen – eine bunte Mischung von Pädagog/innen der BAN, Anwohner/innen, Schüler/innen und Projektbeteiligten. An den ausgehängten Plänen kamen die verschiedenen Interessengruppen ins Gespräch. Nach der Eröffnung durch Michael Gräbener (Stadt Köln) verschafften die Redner der drei beteiligten Architektenbüros einen spannenden Überblick über das aktuelle Entwurfsstadium der BAN und beantworteten im Anschluss Fragen aus dem Publikum.
Erik Workel von den IAA-Architecten (Enschede) präsentierte transparente, flexible und helle Räumlichkeiten für den geplanten Anbau des Hansa-Gymnasiums und die Veränderungen im Bestand. Farben und Formen nehmen rücksichtsvoll Bezug auf den  denkmalgeschützen Bau. Außerdem werden einige innovative Akzente gesetzt, beispielsweise anhand von gläsernen Schiebetüren und selbst entworfenen Sitzelementen auf den breiten Fluren. Besonders beeindruckend: der geplante Ausbau des historischen Dachstuhls zu einer repräsentativen Aula mit Blick auf den Kölner Dom.
Präs WS PublikumProf. Dr. Gernot Schulz stellte die umfangreichen Pläne seines Architekturbüros für das Baufeld B vor (Grund- und Realschule, Kindergarten, Mensa- und Ateliergebäude, Studienhaus). In 3-D-Animationen und mittels Referenzfotos von ähnlichen Gebäuden und Materialien zeigte er, wie er sich lebendige Schulbauten vorstellt. Neben den fünfeckigen Gebäudegrundrissen werden u.a. großzügige Raumaufteilungen und harmonische Farbakzente eingesetzt, um das Baumaterial zu beleben. Verwendete Materialien sind neben der Klinkerfassade, dem Lichtbeton und Glas auch umweltfreundliches Linoleum und Flächen in Holzoptik.
Dorothee Holzapfel erläuterte schließlich, wie das Berliner Landschaftsplanerbüro TOPOPTEK 1 den Klingelpützpark weitestgehend erhalten möchte, trotz Neubau der Mensa an der Vogteistraße und des Studienhauses. Die anwesenden Anwohnerinnen und Anwohner nutzten hier die Gelegenheit, genau nachzufragen. Ihre Sorgen gehen vom Erhalt geschützter Bäume über den freien Blick aus den Fenstern ihrer Wohnhäuser bis hin zur Nutzung der vorhandenen Tischtennisplatten. Michael Gräbener sicherte ihnen zu, dass die städtische Baumschutzsatzung auf jeden Fall eingehalten werde. Die Stadt ermittele zur Zeit, welche und wie viele gesunde und teilweise auch kranke Bäume am Rand des Parks von Fällungen betroffen sein werden und werde diese Informationen dann offen legen.
Gegen Ende der Diskussion resümierte der Architekt Erich Pössl: „Wir sollten uns bei allen Bedenken auch bewusst machen, dass dem Veedel nicht nur etwas genommen wird, sondern es auch viel gewinnt.“ Nicht nur werde ehemals brachliegendes Gelände der alten Hauptschule neu erschlossen, sondern es werde auch mittels weitgehenden Verzichts auf Zäune und teilweise begrünten Fassaden eine organische Einpassung in den vorhandenen Park angestrebt. Und vor allem schaffe die Stadt in Zukunft anhand der fortschrittlicher Architektur und Pädagogik der Bildungslandschaft Altstadt Nord  einen neuen Anziehungspunkt für das Veedel.