Nature and Chill in Walberberg

Foto: J.Vetter, FZA Klingelpütz

Foto: J. Vetter, FZA Klingelpütz

Am letzten Schultag vor den Herbstferien 2019 traf sich eine fünfzehnköpfige Gruppe von Besucher*innen der BAN am Hauptbahnhof. Angelehnt an ein allseits bekanntes Motto, das normalerweise gemütliches Serien-Gucken auf dem Sofa verheißt, ging es für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter der Leitung von Julia Vetter (Freizeitanlage Klingelpütz) und Andreas Wagner (Schulsozialarbeit Realschule am Rhein) hinaus aus der Stadt und ab in die Natur.

Ein erstes Aha-Erlebnis war für viele sicherlich die Tatsache, dass die Linie 18 auch außerhalb der Stadtgrenzen unterwegs ist und man in kurzer Zeit schon im Grünen ist. Auch der für Flachland-Kölner*innen ungewohnte Anstieg hinauf zur Jugendakademie stellte sich für die eine oder den anderen als überraschend dar. Nachdem alles Gepäck den Berg hinauf geschleppt, die Zimmer bezogen und die erste, wirklich leckere Mahlzeit eingenommen war, ging es dann auch schon hinaus in den Wald.

Unter Anleitung einer erfahrenen Natur-Pädagogin nahm die Gruppe an einer Rallye teil, die den Wald mit allen Sinnen erlebbar machte. Nachdem der süße Goldschatz gehoben war, ließ man den Tag gemeinsam bei Spielen und Musik ausklingen.

Für viele sicherlich der spannendste Teil wartete am nächsten Morgen auf die Gruppe: Zwei Trainer*innen nahmen sich Zeit, um die Teilnehmenden an den Hochseilparcours heranzuführen. In verschiedenen Übungen, wurden Vertrauen aber auch Geschicklichkeit und Körpergefühl bearbeitet. So dass am Ende alle die Chance zu einer ganz besonderen Aufgabe hatten: Jeweils vier Leute kletterten nacheinander an einem fünfzehn Meter hohen Pfahl hinauf, stellten sich gemeinsam auf eine gullydeckelgroße Plattform und ließen sich – gesichert von Freund*innen am Boden – rückwärts abseilen. Eine echte Mutprobe!

Den Nachmittag verbrachten viele in Kleingruppen mit Spielen oder Spaziergängen. Der Abend fand seinen Ausklang schließlich bei einem selbstentfachten Lagerfeuer mit gerösteten Marshmellows und einem wunderschönen Ausblick über die Lichter Kölns.

Bevor es am nächsten Mittag wieder nach Hause ging, trafen sie alle Teilnehmenden noch einmal, um zum Abschluss gemeinsam im Wald zu spielen. Auch das größte Stadtkind ließ hier alle Scheu hinter sich und verkroch sich vor dem scharfen Blick des „Adlers“ im Unterholz, hinter Bäumen oder zwischen Farnen.

Erschöpft und aufgetankt zugleich ging es im Anschluss wieder mit der KVB zurück in die Stadt. Nicht auszuschließen, dass so manche*r Teilnehmer*in den Sonntag dann doch noch mit der Lieblingsserie auf dem Sofa ausklingen ließ.

Andreas Wagner, Schulsozialarbeit Köln