Hansa-Gymnasium: Abschiedsfeier mit 1000 Dank an Ulrike Thiede

IMG_1990_ji„Mer lasse Frau Thiede am Hansa, denn do jehört se hin“, diese Liedzeile muss wohl nun leider ein herzlicher, musikalischer Wunsch bleiben.
Gesungen wurde sie am vergangenen Dienstag von einer sechsten Klasse des Hansa-Gymnasiums und ihrem Klassenlehrer Tobias Kunkemöller. In der gut gefüllten Aula stimmten die Gäste in den Gesang mit ein und begingen gemeinsam eine feierliche und berührende Rückschau auf die fast 40 Jahre Schuldienst von Ulrike Thiede, von denen sie einen Großteil dem Hansa-Gymnasium widmete – als Lehrerin, Studiendirektorin und zuletzt als stellvertretende und kommissarische Schulleiterin.
Alle waren sie gekommen: Das Lehrerkollegium, befreundete Schulleiterinnen und Schulleiter, Vertreter/innen der Bezirksregierung, Elternvertreter/innen, Schülersprecherinnen und Schulsprecher und die Kollegen der Bildungslandschaft Altstadt Nord mit Projektleiter Michael Gräbener.
Den Auftakt gab Frau Thiede selbst mit einer unterhaltsamen Würdigung der Menschen, mit denen sie in den letzten Jahren und Jahrzehnten so gut und gern zusammen gearbeitet hat. Danach ergriffen verschiedene Gäste auf dem Podium das Wort, äußersten ihren Dank an die engagierte Arbeit und das menschliche Zusammenarbeiten mit ihr, aufgelockert durch musikalische und filmische Einlagen. IMG_2023Durch das Programm führten als Fußballkommentatoren verkleidete Lehrer. Diese Wahl hatte nicht nur mit der aktuellen Europameisterschaft zu tun oder der emotionalen Bedeutung der Veranstaltung für die Anwesenden, sondern auch mit der persönlichen Vorliebe Frau Thiedes für einen Verein: den BVB Dortmund. Die gelb-schwarzen Ballons und das Abschiedsgeschenk deuteten ebenfalls hierauf hin. Der Begeisterung für diesen Verein und natürlich für das Reiseland Italien wird sie nun in ihrem Ruhestand endlich mit mehr Zeit nachgehen können. Dennoch war es ihr anzumerken, dass der Abschied ihr nicht leicht fällt.
Was war also das Unvergleichliche an „dieser Dame, die ans Hansa-Gymnasium als Königin kam und als Legende wieder ging“, wie die Kommentatoren in bester Fußball-Sprache ausdrückten? War es nur die fachliche Kompetenz als Pädagogin und in leitender Funktion? Oder auch die verständnisvolle, einfühlsame Art und das warmherzige Lächeln? Das besondere Herz für den Nachwuchs? Der Humor? Oder vor allem die niemals endende Geduld und Gelassenheit beim souveränen Meistern von schwierigen Situationen wie dem sanierungsbedingten Umzug? Wahrscheinlich war es alles zusammen – eine gute Mischung eben. Als schließlich noch der Lehrerchor das Lied „Für dich soll es rote Rosen regnen“ anstimmte und einzeln Rosen an die ausscheidende Studiendirektorin überreicht wurden, war es nur natürlich, dass einige Augen nicht trocken blieben. Eine gebührende Verabschiedung, wie sie sich auch andere Schulleitungen wünschen würden, ob kommissarisch oder nicht.
Bleibt nur zu hoffen, dass trotz Abschiedsschmerz die neue Schulleitung, die für das kommende Schuljahr angekündigt ist, einen guten Start am Hansa-Gymnasium haben wird. Denn für das Hansa-Gymnasium als Teil der Bildungslandschaft Altstadt Nord steht ab 2018 wieder ein Umzug an – diesmal zurück in das frisch sanierte und erweiterte Stamm-Gebäude am Hansaring. Wer weiß, vielleicht ist Frau Thiede dann ja wieder zu Gast, mit einer Sonnenblume in der Hand?               (Fotos: Antje Lepperhoff)
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