Exkursion zu den Lernlandschaften

K1024_CIMG2601_jiMit Freude lernen und sich selbst ausprobieren in einer offenen, anregenden Umgebung – diese Möglichkeit bietet das neu errichtete „Lernhaus im Campus in  Osterholz-Scharmbeck“ seinen Schülerinnen und Schülern.
Ein tolles Konzept, das einige Parallelen zu unserer geplanten Bildungslandschaft aufweist und deshalb von BAN-Einrichtungs-leiter/innen und Projektsteuerung am Mittwoch vor Karneval genauer unter die Lupe genommen wurde.
Vor Ort begrüßten uns Stadtrat Jörg Fanelli-Falcke, Schulleiter Dietmar Krause und Campusmanagerin Dr. Ulrike Baumheier. Wie bei uns befindet sich der Campus in Innenstadtnähe und besteht aus einem Verbund von mehreren Schulen und außerschulischen Einrichtungen. Insbesondere die VHS spielt eine tragende Rolle im Netzwerk und hilft Brücken zu bauen zwischen den Generationen. Des weiteren gehört zum Campus Osterholz-Scharmbeck ein öffentliches Schwimmbad, die Bibliothek und das Mensagebäude.
Die „Hardware“, also die sanierten und teils neu gebauten Gebäude stehen seit letztem Jahr, so Fanelli-Falcke. Im Lernhaus sorgen kräftige Farben von gelb bis rot und gestalterische Stilelemente und Lichtspiele für optische Hingucker.
K1024_CIMG2593_jiDie „Software“, also die pädagogische Umsetzung des neuartigen Konzepts befindet sich aktuell in der Umsetzung, wie Schulleiter Dietmar Krause uns erklärte. Und zwar so: die Schüler/innen einer Lerngruppe erhalten einführenden Unterricht und Lektionen in den drei Inputräumen (analog Klassenräumen). Danach treffen sich alle in der Mitte in der Lernlandschaft – einem großen gemeinsamen Raum, in dem jedes der rund 70 Kinder seinen persönlichen Arbeitsplatz einnimmt. Hier am eigenen Tisch mit Regalplatz und selbst gestalteter Dekoration wird selbstständig an den Aufträgen weitergearbeitet. Die Lehrkräfte stehen währenddessen unterstützend zur Verfügung. Auch sie haben ihren persönlichen Arbeitsplatz in der Lernlandschaft und sind jederzeit ansprechbar. Am Ende des Tages soll das Gefühl stehen, selbst etwas geschafft und Ziele erreicht zu haben.
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Um die Lehrenden in ihrer Rolle als Lernbegleiter/innen zu unterstützen, werden Fortbildungen angeboten. Denn: Klassischer Frontalunterricht tritt hier deutlich in den Hintergrund. Der „Raum an sich“ wird neben den Lehrern oder Mentoren und den Schülern zum „dritten Pädagogen“.
Fazit: Wir waren begeistert von der Leidenschaft, mit der Stadt, Projektmanagement und Pädagog/innen sich für die Umsetzung der Lernlandschaften einsetzen. Ein großes Stück von unserem Weg haben sie bereits beschritten. Wir hoffen, die Projektverantwortlichen bald auch einmal in Köln begrüßen zu dürfen.