Planungssitzung der Schulleitungen zur digitalen Ausstattung

K1600_IMG_20170313_135521_jiWie viel Computer und Internet braucht der zeitgemäße Unterricht? Und wie viel ist eventuell schon zu viel?
Dieser Frage gingen gestern die Einrichtungsleiter/innen der BAN gemeinsam mit Vertreter/innen der beiden Ämter für Schulentwicklung und Informationsverarbeitung gemeinsam nach. Hintergrund ist, dass aktuell die gebäudetechnische Ausstattung von Abendgymnasium und Hansa-Gymnasium vorbereitet wird. Außerdem sind noch einzelne Änderungen in der Freinet-Grundschule und der Realschule am Rhein möglich.

Die anwesenden Pädagoginnen und Pädagogen waren sich darin einig, dass ihre Medienausstattung schnell einsatzbereit sein soll, um keine wertvolle Unterrichtszeit zu verlieren, beispielsweise mit dem Verkabeln von Geräten oder dem Hochladen elektronischer Geräte. Außerdem sollten die digitalen Medien vandalismus- und diebstahlsgeschützt sein.

Darüber hinaus gibt es je nach fachlicher Ausrichtung, Alter der Schülerinnen und Schüler sowie Unterrichtsmethode unterschiedliche Ansichten. Manche Lehrkraft möchte interaktive Lernprogramme, Internetrecherche und kleine Filme einbinden, für andere steht eher klassisch das Sichtbarmachen von handschriftlichen Aufzeichnungen für alle und das Zeigen von (Schau-)Bildern im Vordergrund. Nicht wenige hängen auch am praktischen, aber altmodischen Overhead-Projektor mit Folien.

Die vier schulischen Einrichtungen der BAN sind nun dazu aufgerufen, jeweils ein eigenes Medienkonzept zu erarbeiten, das ihre gewünschte Mediennutzung im Unterricht transparent macht (wann / was / wie viele digitale Arbeitsgeräte, welche Art von Druckern und welche Präsentationsflächen).

Die städtische Projektsteuerung wird die unterschiedlichen Medienkonzepte berücksichtigen, um die gesamte technische Ausstattung anzupassen, so dass die neuen Räume der Bildungslandschaft Altstadt Nord möglichst flexibel durch verschiedene Nutzerinnen und Nutzer „bespielt“ werden können.

Insgesamt zeichnet sich allerdings ab, dass die Nutzung von mobilen Laptops und Tablets die Bedeutung von stationären Computer-Arbeitsplätzen im Unterricht heute übertreffen. Schuleigene und auch elternfinanzierte Tablets haben den Vorteil, dass sie schnellen Zugang zum logoDIDACT-Schulserver mit all seinen Anwendungen gewähren. Diesen Zugang ist dem eigenen mitgebrachten Laptop oder Smartphone der Schülerinnen und Schüler nicht möglich („Bring Your Own Device“).

Schuleigene digitale Medien stehen für die Weiterarbeit zuhause aus versicherungsrechtlichen Gründen allerdings nicht zur Verfügung. Hier liegt der Vorteil der elternfinanzierten iPADS, wie sie beispielsweise in Köln Pesch verwendet werden.

Beamer und Projektionsflächen, auch Whiteboards wird es in den neuen Häusern der BAN in jedem Fall weiterhin geben. Der gute alte Overhead-Projektor wird aber wahrscheinlich ausgedient haben… Der Workshop gestern zeigte, dass die Planung von EDV- und Stromnetz-Verkabelung, von LAN- und W-LAN-Anschlüssen und die Ausstattung mit digitalen Arbeitsgeräten, Druckern und Präsentationsflächen ein hochkomplexer Prozess ist, bei dem jede/r Einzelne ein bisschen in die Zukunft schauen muss.

Glücklicherweise gibt es Ansprechpartner/innen, die immer auf dem neuesten Stand sind, und zwar die Medienberater des Kompetenz-Teams Köln (KT Köln). Sie beraten Schulen bei der Medienkonzeptentwicklung, bieten Beratungsangebote für Fachkonferenzen u.v.m. an.
Medienberater im Kompetenz-Team
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