GemüseAckerdemie – es geht los

K640_P1040360Trotz frostiger Temperaturen startete für unsere BAN-Gartenpädagog/innen die erste Veranstaltung der GemüseAckerdemie am 21. und 22.02.2018 in Neuss-Norf.
Am Mittwoch nahmen BAN-Pädagoginnen aus Realschule am Rhein, FRÖBEL-Kita und Freizeitanlage Klingelpütz teil. Am darauffolgenden Donnerstag entsprechend aus dem Hansa-Gymnasium und der ehrenamtlichen Mitarbeit. Carolin Müller, Sozialpädagogin in der Freizeitanlage Klingelpütz und Franz Bauske, ehrenamtlicher Mitarbeiter im gemeinsamen Garten, schildern ihre Eindrücke:K640_P1040361
Carolin Müller: „Die Fortbildung hat mir sehr gut gefallen; das Konzept/ der Ansatz der Gemüseackerdemie und die ersten „Schritte“ auf dem Acker (vor allem das Umgraben und Mulchen) wurden sowohl theoretisch als auch praktisch sehr umfassend erklärt. Die Präsentation und das didaktische Material sind genau so wie die Internetplattform sehr anschaulich und ansprechend gestaltet! Toll finde ich auch, dass wirklich viele Informationen auf der Internetseite abrufbar sind (inkl. der Videoanleitungen!). Organisatorisch wird es für unseren BAN-Garten wahrscheinlich am Besten sein, wenn sich alle um alle Beete kümmern, also die Beete nicht nach Einrichtungen aufgeteilt werden. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und freue mich auf die nächsten Koordinationstreffen.“
IMG-20180222-WA0000_ji Franz Bauske: „Zu dieser Informationsveranstaltung waren (geschätzt) über 20 Personen aus NRW und Rheinland-Pfalz erschienen. Geleitet wurde die Veranstaltung von Annette Bartmer, unterstützt von Jan Ludwig.
Frau Bartmer erläuterte das Ziel der GemüseAckerdemie als ein Bildungsprogramm, das theorie- und praxisorientiert versucht die Wertschätzung von Lebensmitteln bei Kindern und Jugendlichen zu steigern.
Ausgehend von einem Verlust des Wissens um die Lebensmittelproduktion, einer Entfremdung von der Natur sowie von Lebensmittelverschwendung bieten sich reichlich Chancen für ein Lehrangebot an Schulen und Kindergärten.

Die GemüseAckerdemie begleitet die Teilnehmer über das ganze Jahr. Beginnend mit theoretischem Bildungsmaterialien werden den Schulen dann später Pflanzen an die Hand gegeben und bis zur Ernte begleitet. Aufgabe der Kinder ist es, das Gemüse zu pflanzen, pflegen, ernten und (nach Möglichkeit) auch zu vermarkten. Die Lehrer bzw. Pädagogen erhalten speziell konzipiertes Bildungsmaterial, Handlungsanweisungen und Newsletter sowie persönliche Betreuung. Durch anfangs monatliche, später wöchentliche „Ackerinfos“ ergibt sich eine ständige Begleitung durch die GemüseAckerdemie über das ganze Jahr.

Nach den Basisinformationen über die GemüseAckerdemie wurde diese erste Fortbildung zu praktischen Übungen und Erläuterungen nach draußen verlegt. Das Gymnasium Norf verfügt über einen jüngst angelegten Schulgarten, der durch eine hohe Umzäunung geschützt ist. In einer Gartenlaube sind Gerätschaften untergebracht. Ein gemauertes Hochbeet und weitere in Holz gefasste Beete sind vorbereitet. Eine Grillstation lässt gesellige Veranstaltungen erwarten.

Dann ging es an die praktische Arbeit. Ein Stück des Gartens wurde von den Teilnehmern umgegraben. Bei der Gelegenheit erläuterte Dozent Jan Ludwig die anfallenden Probleme. Bevorzugung der Grabegabel, die weniger Würmer zertrennt als ein Spaten und welche Kräuter man heraussammeln und entsorgen sollte und Ähnliches.

Zum Aufwärmen ging es dann wieder in den Klassenraum. Frau Bartmer präsentierte eine Reihe von Videoclips, die die GemüseAckerdemie den Teilnehmern im Loginbereich zur Verfügung stellt und sehr anschaulich das Ackern erläutern. Schließlich wurde in Gruppenarbeit der Garten als Lernort bearbeitet. Die Fortbildung wurde um 17.30h beendet.“

Unser Förderverein BAN e.V. dankt allen beteiligten Pädagog/innen für Ihr Extra-Engagement!