Selma und Valentina: Unser Erlebnistag im Naturzentrum Nettersheim

K1600_DSCF2017_jiDas bei der Ideenkonferenz 2017 geplante Projekt „Die spannende Reise des Getreidekorns“ bekam winterbedingt ganz neue, aber nicht minder interessante Programmpunkte.
Selma und Valentina von der Freinet-Schule-Köln waren neben Kindern von zwei weiteren BAN-Einrichtungen dabei und berichten: „Am 17.2. waren die halbe Walklasse und vier Pandas zusammen in Nettersheim. Frau Frizen, Frau Krumm, Frau Pless von der BAN und Frau Demirel waren die Begleitpersonen.
K1600_DSCF2066_ji_jiUm  8.21 Uhr sind wir in den Zug gestiegen und losgefahren. Nach einer Stunde und zehn Minuten stiegen wir in Nettersheim am Bahnhof wieder aus. Dann sind wir zum Naturzentrum gegangen um zu gucken, ob es schon offen war. Es war noch geschlossen.

Wir stapften durch den Schnee, einen kleinen Hügel hinauf und als wir fast oben waren, mussten wir schon wieder runtergehen, weil das Naturzentrum Nettersheim inzwischen geöffnet hatte. Dort begrüßte uns eine Frau namens Martina. Sie führte uns alle in einen Raum. Wir setzten uns an einen großen langen Tisch. Sie gab uns ein Stückchen Schafswolle und eine Schüssel mit heißem Wasser und Spülmittel drin. Die Wolle mussten wir auseinanderzupfen, dann holte Martina eine kleine Maschine, die die Wolle kämmen sollte. K1600_DSCF2015_jiMan musste an einer Kurbel drehen, damit die Wolle gekämmt wurde. Martina erzählte uns, wie früher bei den Neandertalern zufällig Filz entstand. Das war nämlich so: Als es noch keine Schuhe gab,  mussten die Menschen noch barfuß jagen. Eines Tages trat sich ein junger Mann beim Jagen einen Dorn in die Fußsohle. Am nächsten Tag mussten sie wieder zur Jagd gehen. Aber der Dorn war noch im Fuß und tat weh. Deswegen bastelten sie ihm eine Art Sandale, bei der Wolle als Sohle diente. Nach der Jagd war aus der Wolle Filz geworden. Denn der Fußschweiß hatte die Wollhärchen ineinander verhakt. So endete die Geschichte. Inzwischen waren alle Schafswollstücke gekämmt. Dann gab Martina Jedem ein eiförmiges Schafswollknäuel. Wir durften uns drei Farben aussuchen, die wir dann als Wolle bekamen. Wir mussten die farbige Wolle auseinanderziehen. Anschließend tunkten wir die Bälle ins Wasser.

K1600_DSCF2021_jiDann nahmen wir ein Stückchen farbige Wolle und befestigten es auf dem Ball. Wir mussten den Ball öfters ausdrücken, damit die kleinen, feinen Wollhäkchen sich verhaken konnten. Wir sollten immer mehr von den bunten Wollstückchen auf den Ball drücken und ihn mit Wasser überspülen. Danach war eine halbe Stunde Pause. Als wir weitermachten, sollten wir den Ball so lange kneten, bis kein Wasser mehr drin war. Mein Ball (Valentina) war als zweiter fertig.

Nachdem alle Bälle fertig waren, rannten alle Kinder ein Stockwerk höher, um sich Diamanten und Bergkristalle anzugucken. Nach zehn Minuten rannten die Kinder wieder nach unten und schauten, ob ihre Bälle schon trocken waren. Die meisten Bälle waren noch nicht getrocknet. Dann gingen wir zum Kebaphaus Mittag essen. Viele Kinder hatten sich Pizza und Sprite bestellt.

Als alle fertig gegessen hatten, gingen wir einen verschneiten Weg nach oben, der zumK1600_DSCF2033_ji Schwarzlichttheater führte. Martina teilte uns in Gruppen auf.

Ein Junge aus der Walklasse namens Devin führte ein Stück vor, das er „Der einsame Wanderer“ nannte. Man sah nichts von dem Jungen, außer seiner weißen Kleidung.

Als nächstes war eine Gruppe dran, in der drei Holzweiber dargestellt wurden. Sie wurden später von zwei mächtigen Zauberern in Einhörner verwandelt. Danach kam die Gruppe der Vampire an die Reihe. Zwei Menschen wurden von den Vampiren gebissen und wurden dadurch auch zu Vampiren.

K1600_DSCF2057_jiDas fanden wir alle sehr gruselig. Als nächstes waren fünf Kinder an der Reihe. Sie tanzten eine Art Schwarzlichtballett. Das fanden wir sehr schön.

Es folgten noch viele tolle Auftritte, aber die können wir hier nicht alle beschreiben. Zum Schluss gab es noch eine Schwarzlichtdisco. Dabei spielten wir Stopptanz. Wir hatten Knicklichtstäbe. Alle, die sich bewegten, wenn die Musik stoppte, mussten nach draußen gehen und sich die Schuhe anziehen.

Dann mussten wir zurück zum Bahnhof gehen, weil der Zug kam. Wir fuhren wieder eine Stunde und zehn Minuten. Als wir am Bahnhof in Köln ankamen, wurden fast alle Kinder von ihren Eltern abgeholt. Nur zwei Kinder nicht. Die mussten nach Hause gebracht werden. Wir fanden den Ausflug schön, weil wir so viele tolle Sachen gemacht haben!“

Vielen Dank an Selma und Valentina für den super Bericht!