BAN Begleitausschuss startet mit frischer Energie ins neue Jahr

K1600_klausurtagungDas neue Jahr war erst 10 Tage alt, als der BAN-Begleitausschuss sich zu seiner jährlichen Klausurtagung traf, um zurück und vor allem nach vorn auf das kommende Jahr 2018 zu schauen.
Es tagten insgesamt 15 Pädagog/innen und Schülervertreter/innen aus allen sieben Einrichtungen unserer Bildungslandschaft Altstadt Nord und des Fördervereins der BAN e.V.. Moderiert wurde die fast achtstündige Sitzung diesmal von der externen Organisationsentwicklerin Wiebke Lawrenz zugunsten einer ungestörten  Konzentration aller auf die gemeinsame Diskussion und im neuen Jahr anstehende Herausforderungen. Denn die Fertigstellung der ersten beiden Gebäude rund um den Klingelpützpark am Hansaring rücken von städtischer Seite in greifbare Nähe, allen voran die Freinet-Grundschule und die FRÖBEL-Kita (Frühjahr 2019).

Ein großes Thema war auf der Klausurtagung daher die Frage: „Was müssen wir vor dem Umzug noch klären?“. Angefangen bei der Abstimmung der Nutzungszeiten der gemeinsamen Mensa und der Turnhallen über die Art der Bewirtschaftung des gemeinsamen Gartens unseres Verbundes am Gereonswall bis hin zum Ausbau von Kommunikation und Kooperation untereinander gab es viele Unterthemen zu besprechen.

In einer Stadt wie Köln, in der Schulplatzmangel in aller Munde ist, wird jeder Schulneubau und jede Sanierung sehnsüchtig erwarte. Nicht zuletzt von den Eltern. Aber auch die beteiligten Pädagog/innen betreten Neuland, denn erstmals in Köln schließen sich vier Schulen mit einer Kita zu einer Bildungskette zusammen und werden von zwei Jugendeinrichtungen in punkto Ganztag und Freizeitangebot unterstützt. 

Wenn es funktioniert, könnte unser Konzept von Bildungslandschaft im wahrsten Sinne „Schule“ für Nachfolgeprojekte machen. Denn: knapper Raum wird hier optimal genutzt und die Wege bleiben für die Kinder und Jugendlichen und alle anderen Beteiligten angenehm kurz. 

Dass es einmal gut funktioniert und darüber hinaus auch noch auf vorbildliche und innovative Weise, geht nicht von selbst und nicht von heute auf morgen. Eigenständige und bisher voneinander unabhängige pädagogische Einrichtungen müssen sich kontinuierlich miteinander abstimmen, was Inhalte und organisatorische Abläufe angeht. Und das „on top“ zum gewohnten pädagogischen Alltag, ohne viel zusätzliche zeitliche Ressourcen.Internet Klausurtagung

Zwar unterstützt das Projektbüro des Fördervereins BAN e.V. mit einer aus Stiftungsmitteln finanzierten Halbtagsstelle kontinuierlich den Verbund. Die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen und Projekten, Protokollen, Abrechnungen und Abstimmungen kann und soll den Einrichtungsleitungen und Pädagog/innen aber nicht die konzeptionelle Arbeit am neuartigen Verbund abnehmen.

Wie also möglichst viele Lehrer/innen und Sozialpädagog/innen am Prozess der des Zusammenwachsens demokratisch und fair beteiligen, ohne aber das Ganze zu groß werden zu lassen? Dies ist eine Frage, die auch bei der diesjährigen Klausurtagung noch nicht gelöst werden konnte. Es werden aber in 2018 interessante Neuerungen erwartet. Martina Frankenberger, erste Vorsitzende des BAN e.V.: „Wir möchten in  diesem Jahr an der Ausformulierung unserer pädagogischen Gemeinsamkeiten arbeiten. Es sollen auch einmal andere als zuvor zu Wort kommen.“ Dabei helfen soll auch die stiftungsfinanzierte systemische Beratung. Schon jetzt deutet sich an: „die inhaltliche Arbeit beginnt in den sich thematisch zusammen schließenden Untergruppen“, so Marianne Bischoff von den Jugendzentren Köln gGmbH.

Die Vielfalt ist aber nicht nur Herausforderung, sondern auch eine große Chance: „Jede Einrichtung sollte das Profil, dass sie einbringt, deutlich herausarbeiten, damit alle davon profitieren können“, so Lioba Brosch vom Jugendhaus Tower der KSJ.  

Der weitere Kooperations-Prozess soll zusätzlich zu den bewährten Veranstaltungen „BAN-Ideenkonferenz“ im Frühjahr und „BAN-Summer Cup“ im Sommer und die Planungsworkshops durch praktische Handreichungen wie ein aktuelles Organigramm und einen Newsletter vorangetrieben werden. Das BAN e.V.-Projektbüro hilft, aber auch 2018 wird für die beteiligten Einrichtungen wieder ein spannendes, aber auch arbeitsreiches Jahr. Erika Nausester-Hahn (Hansa-Gymnasium): „Für die Kinder und Jugendlichen wird es ein tolles Imker-Projekt in unserem gemeinsamen BAN-Garten geben. Und wir möchten uns gemeinsam pädagogisch fortbilden.“ So viel frischer Elan ist bewundernswert, zumal es bei einigen der Teil-Bauprojekte noch eines langen Atems bedarf.

Erfreulich auch, dass man sich schon über erste Erfolge unseres Bildungsverbundes einig war: Die Übergänge und Wechsel von Schüler/innen zwischen Einrichtungen wie Realschule und Gymnasium haben sich deutlich vereinfacht, dank guter Kommunikation zwischen den Schulleitungen.