Bestandsaufnahme im gemeinsamen Garten auf dem Gereonswall

K1600_IMG_20171004_125221_jiDer Garten der BAN auf der alten Stadtmauer ist ganz gut ausgestattet: Neben Solarpumpe und begehbarem Gewächshaus verfügen wir über ein gut ausgestattetes Gartenhäuschen mit allerlei Werkzeug.
Weniger wird die Gartenarbeit dadurch allerdings nicht – und leichter auch nur bedingt. Denn  auf dem historischen Mauerstück ist der Boden hart und durchsetzt mit Schutt und Steinen aus dem zweiten Weltkrieg.

Eine engagierte Biologie-Lehrerin der Realschule zimmerte deshalb schon vor mehreren Jahren vier Hochbeete mit ihren Schüler/innen. Diese werden seitdem von Kindern und Jugendlichen aus der BAN mit Gemüse, Kräutern und Blumen bepflanzt. In letzter Zeit engagiert sich auch das Hansa-Gymnasium-Köln mit zwei AGs im Garten. Schüler/innen des Hansa-Gymnasiums haben zum Beispiel zwei Hochbeete mit Gemüse bepflanzt, immer wieder Unkraut gejätet und den Blumenstreifen gegenüber der Mauerbögen angelegt. Nicht zuletzt hat eine Hansa-Lehrerin den Kontakt zu unserem Ehrenamtler hergestellt, der sich bei vielen Aktionen unterstützend und beratend einbringt.

Zu tun gibt es natürlich immer viel und nicht alles ist wertvoll für den Biologieunterricht oder macht unmittelbar Spaß. Sei es, wild wuchernde Baumaustriebe, teils auch von exotischen Gehölzen und Unkraut zu beseitigen, Hochbeete auszubessern oder unerwünschte Steine abzutragen. So manche Aufgabe lässt sich kaum in den  wöchentlichen Einzelstunden der Garten-AGs lösen. Daher luden Franz Bauske und Guelsen LeMharchi Anfang letzter Woche die ausgewiesene Schulgarten-Expertin zu uns ein: Dr. Birgitta Goldschmidt. Sie ist u.a. für die Initiative „Gärtnern mit Pänz – Pauken Pausen Pastinaken“ im Auftrag des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes der Stadt Köln tätig (siehe Foto unten mit Franz Bauske).

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Während ihres Besuchs am 04.09.2017 gab sie uns so einige Tipps und berichtete von eigenen Erfahrungen mit Gärten mit kleinem Budget. Es ging um Fragen der Vorbereitung des Bodens im hinteren Teil des Gartens, die Voraussetzungen für das Anlegen einer pflegeleichten Wiese, die Bewirtschaftung des Gewächshauses und die Erneuerung der Hochbeete. Ein entsprechendes Protokoll wurde an alle AG-Leiter/innen verschickt.

Die Gartenaktivitäten von vier verschiedenen AGs der Realschule, des Hansa-Gymnasiums und der Freizeitanlage Klingelpütz werden aktuell koordiniert und finanziell betreut vom BAN e.V.-Projektbüro. Carolin Pless war bei dem Treffen mit Frau Goldschmidt dabei, koordiniert die Umsetzung der Vorschläge und tätigt die nötigen Anschaffungen aus den Vereinsmitteln: „Um die wachsenden Gartenabfälle aus unseren pädagogischen Aktivitäten sinnvoll zu verwenden, haben wir vor Kurzem mehrere Stahl-Komposter angeschafft und für die Gemüseernte und Ähnliches als Arbeitsfläche zwei kleine Garnituren von Tisch mit Bänken.“ Nun heißt es gemeinsam die nächste Pflanzsaison planen und vorbereiten. „Ich hoffe, dass alle AG-leitenden Biologie-Lehrer/innen, ehrenamtlich Tätigen und Sozialpädagoginnen noch in diesem Jahr zu einem Teamtag zusammen kommen, um die Arbeit im gemeinsamen Garten miteinander abzustimmen“, so Carolin Pless.